Thursday, 27.11.2014

Vorträge, Netzwerken, Inspiration

Als im Sommer 2014 der Anruf kam, ob ich im Oktober als Referent auf dem 1. Deutschen Hochzeitskongress bei der Podiumsdiskussion „Trends 2015“ teilnehmen möchte, war ich erst überrascht. Denn kurz vorher habe ich als Zuschauer eine ähnliche Situation erlebt: eine Bühne mit abgewetzten Ledermöbeln, auf denen geistreiche Menschen saßen. Diese Leute haben sich im Gespräch fachlich hochgesteigert - und gleichzeitig alle Zuschauer (inklusive mir) ins Schlafkoma geredet. Diese Kunst muss man erst mal beherrschen. Und jetzt soll ich die Seite tauschen?

Mitinitiatorin Steffi Beivers überzeugt mich und versprach mir, dass alles anders werde. Gut gelaunt und voller Vorfreude bin ich dann nach Köln zum 1 deutschen Hochzeitskongress gefahren. Leider konnte ich erst am Mittag anreisen, ich war also etwas spät dran. Doch als ich die tolle Location bauwerk betrat, öffnete sich für mich ein Raum voller Kreativität, tollen Kollegen und ganz viel Herzlichkeit. Der zweitägige Kongress wurde perfekt bis ins kleinste Detail vom rhein-weiss-Team organisiert – das spürte man sofort.

Hilfreiche, interessante Vorträge

Ein Teil der Vorträge habe ich leider verpasst. Doch die, die ich noch hören konnte, waren inhaltlich umfangreich und in einzelnen Bereichen auch wirklich hilfreich. Egal ob Eleanor Mayrhofer von e.m.papers zum Thema Social media referierte, oder ob Kat Williams vom weltweit bekannten Weddingblog Rock 'n‘ Roll-Bride aus den Nähkästchen plauderte.

Und dann kam natürlich noch die Podiumsdiskussion! Wir hätten sie fast „Kaffeekränzchen unter Freunden“ nennen können, denn ein großer Teil der Teilnehmer waren alte Bekannte. Von daher ging die Zeit mit Doreen Winking, Katja Heil und Alper Tunc um wie im Flug. Und ja, die Zuhörer haben durchgehalten, sie sind nicht eingeschlafen ;-)

Mein Fazit: Idee super, Ausführung perfekt

Ich finde die Hochzeitskongress-Idee super und freue mich sehr, wenn dieser Kongress fester Bestandteil unseres Kalenders wird. Es ist Zeit, dass sich die Hochzeitbranche organisiert und an einem Strang zieht. Denn oft herrscht noch die Ellenbogenmentalität – doch das könne durch solch eine Veranstaltung bald der Vergangenheit angehören!

Die zwei Tage in Köln waren für mich Inspiration pur: Selten hatte ich so viel Zeit, mich mit Kollegen lange und intensiv auszutauschen. Gleichzeitig habe ich viele neue Menschen kennengelernt, zum Beispiel Matthew Robbins aus den USA – der Nr.1 unter den Eventdesignern. Sein Vortrag war grandios, und seine Referenzen sind gigantisch. Dieses Gefühl hatte wohl nicht nur ich, sondern wahrscheinlich auch alle anderen Teilnehmer. Denn bei jedem neuen Bild auf der Leinwand ging während seines Vortrags ein „ahh“ und „ohh“ durchs Publikum.

Mein Fazit: Ein Kongress muss nicht immer verstaubt und langweilig sein, der 1. deutsche Hochzeitskongress hat das Gegenteil bewiesen. Es war mir eine Freude, einen Beitrag dazu geleistet zu haben – ich freue mich auf eine Fortsetzung.

Bis nächstes Jahr!
Euer Thorsten

Bild Thorsten Heyer, Matthew Robbins: Christoph Gorke
Alle anderen Bilder: Hanna Witte - vielen Dank!